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Burning Man – Festival

Erstellt von acidknoll am Dienstag 18. September 2007

Das Burningman Festival in der Wüste von Nevada ist wohl eines der abgefahrendsten und eindrücklichsten Events unserer Generation. Jedes Jahr Anfang September pilgern zehntausende Menschen im US-Bundesstaat Nevada in die “Black Rock Desert”, eine entlegene Wüste zwei Autostunden nördlich von Reno. Burning Man, das wohl außergewöhnlichste Kunstfestival der Welt, zieht seit numnehr zwei Jahrzehnten Kreative und Lebenshungrige aus aller Welt an. Die Mischung ist einzigartig: interaktive Installationen, Feuerkunst, Performance und Happenings – dargeboten auf einer brettebenen Wüstenfläche (“Playa”), die sich bis zum Horizont erstreckt. Eine bisweilen surreale und visuell überwältigende Bühne für exzentrische Kunst.

burningman.jpgBegründer des Festivals ist Larry Harvey. Er veranstaltete das Festival erstmals 1986 – angeblich aus Liebeskummer – mit nur 20 Teilnehmern am Baker Beach, einem Strand in San Francisco. Es wurde dann jährlich mit steigender Teilnehmerzahl abgehalten bis 1990 das Verbrennen der Statue am Strand verboten wurde. Daraufhin zog das Burning Man Festival in die Black-Rock-Wüste in Nevada. Ein perfekter Ort für ein paar Tage kompletter Freiheit, wie Harvey sie sich für die Besucher wünscht.

“Man kommt hier an wie auf einer Mondbasis”, sagt er. “Die Wüste lässt sich mit dem Internet vergleichen, sie ist ein Cyberspace, in dem Menschen miteinander kommunizieren. Nur: Hier bei uns sind die Menschen persönlich anwesend.” “Burning Man” ist heute ein Spektakel, das irgendwie an Goa, Love Parade, Mad Max und Las Vegas erinnert, aber letztlich auch nur irgendwie – es ist ein einzigartiges Event, wie es in diesem Ausmaß nirgendwo anders stattfindet. In der Mitte von Nirgendwo wurde seine Statue zum Mittelpunkt einer temporären Zeltstadt, die bis Mitte der Neunziger zu spektakulärer Größe anwuchs. Immer mehr Skulpturen und schrille Gebäude entstanden um den Burning Man, immer mehr Teilnehmer kamen hinzu. Ein äußerst buntes Völkchen, dem Stadtgesetz von Black Rock City, wie die temporäre Stadt nun hieß, verpflichtet zum Anything Goes – Selbstinszenierung ist hier nicht nur eine Tugend, sondern ein Muss. Der hölzerne “Mann” ist mittlerweile 24 Meter groß. Am sechsten Tag wird er nach einem großen Feuerwerk verbrannt: der Höhepunkt der Veranstaltung, begleitet von einer gigantischen, die ganze Nacht dauernden Party. Der Erfolg des Events ist ungebrochen. Dieses Jahr sind 47.097 Burner aus aller Welt gekommen.

“Burning Man” ist Kult, und dafür nehmen die kunstbegeisterten Massen Jahr für Jahr die Strapazen des Daseins in der bergumrandeten Ebene in Kauf: Hitze am Tag und Kälte bei Nacht, überraschende Staubstürme, die nur mit Taucherbrille und Atemschutz zu ertragen sind, acht Tage Radikalcampen mit Verpflegung aus der Konservendose, im Zelt, Wohnmobil oder gar auf dem blanken Boden. Echte Burner scheuen keine Kosten und bereiten sich monatelang auf das Event vor.

Ein “Burning-Man”-Ticket kostet pro Teilnehmer rund 260 Dollar. Burning Man muss ich definitiv auf meine Liste der noch zu besuchenden Orte und Events setzen.

Links:

Bilder vom BurningMan-Festival auf Flickr
ein Artikel der Netzeitung.de vom diesjährigen BurningMan Festival
http://www.veoveo.com/burningman.html

Videos:

Eine Reportage auf ARTE:

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Sonstige Videos, welche einen Eindruck von diesem Event vermitteln:

YouTube Preview Image

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noch mehr Videos:

YouTube Preview Image 

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YouTube Preview Image YouTube Preview Image YouTube Preview Image

3 Kommentare zu “Burning Man – Festival”

  1. Mark sagt:

    Schöne zusammenfassung! :mrgreen:

    Ich bin gerade dabei für mein erstes Burning Man nächstes Jahr zu planen und suche quer durchs Netz verrückte Menschen die lust haben mit zu feiern, bzw überhaupt ma jemanden dem das nicht zu verrückt ist. :wink:

  2. teknonomade sagt:

    also ich denk mir das das mit div teknivals in europa vergleichbar ist (zb czechtek, italitek, franceteknival, …) . dort kommen auch bis zu 100 000 freaks aus der eu mit zeugs (selbstgebaute roboter, metergroßen lautsprecherwänden, div. kunst, …) und feiern bis zu einer woche.

    aber das ist subkultur! und nicht aus finanziellen hintergrund so wie es bei 260 usd in den usa meiner meinung nach ist.

    aber sicher nett dort ….. also mark im sommer ist so ein festival bzw teknival sicher auch in deiner nähe :mrgreen:

  3. acidknoll sagt:

    vielen dank für die info. wenn es solch ein vergleichbares festival in europa gibt, dann liegt es nahe dies mal abzuchecken… :grin:

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